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Neue Ausstellung „Unruhige Zeiten“

Unruhige Zeiten – Neue Ausstellung zu den Krisen der Uhrenindustrie

Im Kultur-Historischen Museum Grenchen startet am 31. August 2017 die neue Sonderausstellung «Unruhige Zeiten – die Uhrenindustrie in der Region Grenchen im

  1. Jahrhundert». Sie thematisiert die Wirtschaftskrisen in der Folge des Auf und Ab in der Uhrenindustrie und zeigt deren Folgen auf.

 

Das Kultur-Historische Museum setzt sich in der neuen Sonderausstellung «Unruhige Zeiten» mit  Krisen in der Uhrenindustrie auseinander. Das Thema hat den Stiftungsrat schon seit längerer Zeit beschäftigt. Allerdings ist es kein einfaches Thema, um es in einer Ausstellung umzusetzen. In jüngster Zeit sind nun verschiedene Forschungen gemacht worden und Publikationen erschienen, welche sich mit dem Thema auseinandersetzen. Dazu gehören die «Neue Stadtgeschichte Grenchen», «Unruh. Die schweizerische Uhrenindustrie und ihre Krisen im 20. Jahrhundert» von Bruno Bohlhalter, „Der Uhrenpatron und das Ende einer Ära“ von Bettina Hahnloser, Enkelin von Rudolf Schild-Comtesse, sowie die Kantonsgeschichte Solothurns im 20. Jahrhundert. Damit ist die wissenschaftliche Grundlage zur Ausstellung, welche am 31. August 2017 um 19 Uhr startet und bis zum Sommer 2018 dauert, geschaffen. Anlässlich der Vernissage begrüsst Stiftungsratspräsident Lukas Walter die Gäste. Museums- und Projektleiterin Angela Kummer führt in die Ausstellung ein. Danach spricht Bruno Bohlhalter über die Krisenzeit der 1970er Jahre.

 

Absatzmarkt Welt

Die Schweizer Uhrenindustrie setzt ihre Produkte in der ganzen Welt ab. Dies trifft ganz besonders für die stark industrialisierte Fertigung der Uhrenproduktion am Jurasüdfuss zu. Veränderungen in den Absatzmärkten oder wie zuletzt ein starker Schweizer Franken kann sich direkt auf die Produktion auswirken. Entlassungen und Firmenschliessungen sind meist die Folgen. Manchmal sind die Ursachen für die Krise hausgemacht. Die Firmen verschlafen neue Trends oder kümmern sich zu wenig um Innovationen beim Produkt oder in der Produktion. Letzteres unter anderem führte zur grossen Krise in den 1970er Jahre, denn die internationale Konkurrenz schläft selten.

In der Ausstellung thematisiert das Museum auch die Folgen der Krisen für die betroffenen Menschen. In den meisten Fällen bedeutet es Arbeitslosigkeit und auch eine berufliche Neuorientierung. Fehlendes Einkommen der Arbeitnehmenden zeigte sich in der Folge auch beim Gewerbe.

 

Krise als Chance

Um die Situation der Arbeitslosen zu mildern, rief die Stadt Grenchen verschiedene Projekte ins Leben. So entstanden der Marktplatz, die Bergstrasse, der Flughafen sowie verschiedene Kunstwerke im öffentlichen Raum. Mit jeder Krise veränderte sich auch das Stadtbild.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Geschichte der Uhrenindustrie in der Region Grenchen von ihren Anfängen um 1850 bis Ende des 20. Jahrhunderts. Sie wird von Referaten, Führungen und weiteren Anlässen begleitet, welche das Thema vertiefen.

 

Das Museum ist stolz, dass es von fachlich fundierten Historikern und Historikerinnen unterstützt wurde. Dazu gehören: Bruno Bohlhalter, Autor von „Unruh – Die schweizerische Uhrenindustrie und ihre Krisen im 20. Jahrhundert“, Bettina Hahnloser, Autorin von „Der Uhrenpatron und das Ende einer Ära“, Wolfgang Hafner, Autor bei der Kantonsgeschichte Solothurn, und Daniel Kauz, Projektleiter der Stadtgeschichte Grenchen. Aber auch Alfred Fasnacht, Rainer W. Walter und Stadtarchivarin Salome Moser arbeiteten am Projekt mit.

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Flyer mit Begleitprogramm

Ausstellungsplakat

 

Angebot für Schulen zur Ausstellung

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