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Gastauftritte
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Ab Februar 2011 werden im Kultur-Historischen Museum Grenchen einzelne Objekte aus dem Depot geholt. Sie haben währen zweier Monate einen „Gastauftritt“ im Museum. Durch die Serie „Gastauftritte“ erhalten die Besucher die Möglichkeit, spezielle Museumsgegenstände mit einer eigenen Geschichte zu erkunden, die entweder noch nie gezeigt wurden oder dem Museum geschenkt wurden. Die Besucher erhalten beim Museumsempfang ein Infoblatt und können dann den „Gastauftritt“, der sich irgendwo im Museum „versteckt“, suchen gehen.
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Gastauftritt Juli-August
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KHM. Das Kultur-Historische Museum gewährt besonderen Objekten während je zweier Monate einen „Gastauftritt“. Von Juli bis August wird eine Trockenhaube aus den 1950er Jahren gezeigt. Diese stammt aus dem Coiffeursalon Balzli in Büren a.A. Seit diesem Jahr werden im Kultur-Historischen Museum Grenchen einzelne Objekte aus dem Depot geholt. Sie haben währen zweier Monate einen „Gastauftritt“ im Museum. Durch die Serie „Gastauftritte“ erhalten die Besucher die Möglichkeit, spezielle Museumsgegenstände, die noch nicht gezeigt oder dem Museum als Schenkung überreicht wurden, zu erkunden.
Vor der Erfindung des Haartrockners wurde oftmals eine Art Staubsauger zum Trocknen der Haare benutzt. Der erste Haartrockner wurde 1890 vom französischen Friseur Alexandre Goldefroy erfunden. 1950 begann die Firma Wella mit der Erforschung der Haartrocknung und brachte die Trockenhaube auf den Markt, die sich in den 1950er Jahren in den meisten Friseurgeschäften etablierte. Kennzeichen dieses Jahrzehnts waren immer neuere, aufwendigere technische Geräte, die den Alltag erleichterten. Das Modell „Favorit“ von Wella, das im Museum ausgestellt wird, war ein besonders luxuriöses Modell: es konnte so justiert werden, dass das Haar von Kundinnen an allen Kopfpartien gleichmässig getrocknet wurde.
Nicht nur die Trockenhaube, auch andere Erfindungen veränderten die Ausstattung eines Coiffeursalons in den 1950er Jahren: mit der aus den USA kommenden „Kaltwelle“ wurde die Dauerwelltechnik vereinfacht und haar- und hautfreundlicher. Anfangs der 1950er Jahre kam die Frisiercreme auf den Markt sowie der zuerst noch sehr teure Haarspray.
Auch bei den Frisuren können Veränderungen festgestellt werden: in den 1950er Jahren begannen sich auch Frauen ausserhalb des Showbusiness die Haare zu färben. Toupieren wurde zum neuen Trend: kaum eine Frau verliess ohne aufwendig toupierte Haare das Haus. Auch der mädchenhafte Pferdeschwanz war äusserst beliebt. Bei den jungen Männern waren Schmalzlocken à la Elvis Presley angesagt.
Der wachsende Wohlstand und ein neuer Umgang mit Freizeit, die typisch sind für die 1950er Jahre, lassen sich auch an Mode und Frisur ablesen: ein wöchentlicher Coiffeurbesuch für Waschen und Legen und alle acht bis zehn Wochen Dauerwellen brauchten Zeit und Geld.
Weitere Informationen:
Angela Kummer, Museumsleiterin angela.kummer@museumgrenchen.ch 032 652 09 79 077 453 31 15
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Gastauftritt Mai - Juni 2011
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Medienmitteilung vom 21. April 2011
Zweiter „Gastauftritt“: Postplatz im Dunkeln
KHM. Das Kultur-Historische Museum gewährt besonderen Objekten einen „Gastauftritt“. So erhielt es für seine Sammlung eine wunderbare Ansicht zum Postplatz. Das Ölgemälde zeigt den Platz während der Verdunkelung 1943. Barbara Warmbrodt übergab das Bild dem Stiftungsratpräsidenten Alfred Fasnacht. Seit diesem Jahr werden im Kultur-Historischen Museum Grenchen einzelne Objekte aus dem Depot geholt. Sie haben währen zweier Monate einen „Gastauftritt“ im Museum. Durch die Serie „Gastauftritte“ erhalten die Besucher die Möglichkeit, spezielle Museumsgegenstände mit einer eigenen Geschichte zu erkunden, die entweder noch nie gezeigt wurden oder dem Museum geschenkt wurden. „Der Postplatz zeigt am besten wie sich Grenchen vom Bauerndorf zur Stadt entwickelte,“ erklärt Alfred Fasnacht bei der Übernahme des Ölgemälde. Das Bild zeigt den Postplatz während der Verdunkelung 1943. Die Übergabe erfolgte auf die Vermittlung von Stadtpräsident Boris Banga. Barbara Warmbrodt ersteigerte das Bild im Internet und hat es vor kurzem dem Museum geschenkt.
„Wir suchen möglichst viele Ansichten und Informationen zum Postplatz, damit wir den Besucherinnen und Besuchern des Museums eine möglichst lückenlose Zeitreise ermöglichen können. Das Ölbild von E. Häni ist in diesem Sinn eine ganz tolle Erweiterung der Sammlung,“ präzisiert Alfred Fasnacht. Mit verschiedenen Bildern soll ein Computerbild erstellt werden, das eine Zeitreise von der Zehntenscheune hin zum heutigen urbanen Postgebäude erlaubt. Die Postplatzansicht ist ein ganz spezielles Unikat, da die Verdunkelung bei Künstlern selten ein Thema war. Weiter sucht das Museum Informationen zum Künstler.
Weitere Informationen:
Angela Kummer, Museumsleiterin Absyte 3 2540 Grenchen 032 652 09 79 angela.kummer@museumgrenchen.ch
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Gastauftritt Februar - März 2011
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Von Februar bis März wird nun der Telegrafenapparat präsentiert, der zuletzt im Bahnhof Grenchen Süd in Betrieb war.
Schreibtelegraf des Bahnhofs Grenchen Süd
Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Zeit der Telegrafen. Die Errichtung des schweizerischen Telegrafennetzes erfolgte beinahe parallel mit dem Aufbau des Bahnnetzes. Zuerst wurden in der Schweiz die Telegrafen von der Eidgenössischen Telegrafenwerkstätte produziert. Da nach einer Weile die meisten Apparate im Ausland verkauft wurden, erwirkte das schweizerische Parlament, dass der Betrieb privatisiert und 1865 an G. Hasler und H.A. Escher verkauft wurde. Diese Firma belieferte weiterhin die schweizerischen Telegrafenbüros und stellte auch den Telegrafen her, der im Bahnhof Süd zum Einsatz kam.
Die einzelnen Teile des Telegrafen - Schreiber, Taster, Relais, Galvanometer und Blitzableiter - waren auf einem gemeinsamen Grundbrett befestigt, das auf dem Morsetisch des Telegrafenbeamten stand. Mit Hilfe des Morsealphabets, das er durch langes Üben perfektioniert hatte, leitete der Beamte in noch nie dagewesener Geschwindigkeit Nachrichten weiter.
Telegrafendienst Bis am 11. November 1872 wurde der Telegrafendienst in Grenchen von der Bahn geführt und ab1863 zahlte die Gemeinde hundert Franken pro Jahr, damit auch die Öffentlichkeit vom Telegrafen Gebrauch machen konnte. Danach wurden Bahn- und Telegrafendienst getrennt und die Gemeinde errichtete ein eigenes Telegrafenbüro.
Ab den 1860er Jahren wurden die Leitungen nach Bern und Biel immer reger benutzt, und im Januar 1921 wurde der ununterbrochene Tag- und Nachtdienst eingeführt. Danach wurde der Telegrafendienst mehr und mehr vom Telefon überflügelt und schliesslich gänzlich ersetzt, so dass das Telegrafenbüro in Grenchen geschlossen wurde.
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